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14/12/03

Anarchistischer Neujahrsempfang 

Do. 08.01.04 um 20.00 Uhr
Ludolf-Camphausen-Str. 36, 50672 Köln
(Bf. West / Hans-Böckler-Platz)

Der Klassiker geht in die 3. Runde. Gemütlich-stilvolles Treffen und Schmausen für Anarch@s, SyndikalistInnen, Freunde und SympathisantInnen. Das Allgemeine Syndikat Köln verliest frohe Neujahrsbotschaften zum Thema "Class War 2004 - Gute Vorsätze sind besser als nichts." Prinzipiell umsonst, um Spenden für den libertären Büchertisch der FAU Köln wird gebeten.

10/12/03

10 Jahre Aufstand in Chiapas 

Am 1. Januar 1994 tauchte eine bis dato völlig unbekannte Gruppierung aus dem lacandonischen Urwald in Chiapas auf: die ELZN. Anlässlich des 10. Jahrestages dieses Ereignisses, das die Welt vielleicht nicht erschüttert, aber bestimmt verändert hat, bieten wir zusammen mit der Gruppe "Gordischer Knoten" folgende Veranstaltungen an:


Freitag, den 12. 12. 2003 um 19:30 Uhr
Ludolf-Camphausen-Str.36, 50672 Köln


Der Kölner Fotograf Herby Sachs berichtet über den Aufstand am 1994, den er selbst miterlebt hat. Es geht um den Mythos EZLN und um soziale Bewegungen in Mexiko. Dazu gibt es mexikanische Volxküche.

Mittwoch, den 17. 12. 2003 um 20:00 Uhr
Ladengold, Körnerstr. 48, 50823 Köln-Ehrenfeld


"10 Jahre Aufstand in Chiapas - ein Beispiel für Wege in eine andere Welt" Die Gruppe Ya Basta berichtet von ihrer Arbeit als Menschenrechtsbeobachter.

Gedenken an Edelweißpiraten  

Hier sind wir - und da steht die Schmier! Kick the cops out!

Bedingt durch die Erweiterung des Ehrenfelder Bahndamms, wurde die
Plakette, die an die Ehrenfelder Edelweißpiraten erinnert hatte, für
längere Zeit abgenommen. Der Bahndammausbau ist nun weitgehend
abgeschlossen und am Sonntag, den 9. November wurde die Plakette wieder an dem
Ort angebracht, an dem zahlreiche Menschen öffentlich erhängt und zur
Schau gestellt wurden. Der Ort befindet sich am Bahndamm an der Venloer
Str. / Ecke Bartholomäus Schink Straße. (Barhel Schink war einer der
hingerichteten Ehrenfelder Edelweißpirasten)

Am 10. November 1944 wurden dort sechs Jugendliche und sieben Erwachsene
exekutiert, die bewaffneten Widerstandsgruppen zugerechnet wurden.
Bereits am 25. Oktober 44 traf es elf entlaufene Zwangsarbeiter. Beide -
Widerständische und entflohne Zwangsarbeiter - schufen sich in den
Kellern der zertrümmerten Stadt einen gemeinsamen Untergrund.

Warum wir das alles nochmal erwähnen:

1. Die Edelweißpiraten und ähnliche Gruppen sind unsere historischen
Vorfahren.

2. Köln kann stolz auf diese Menschen sein.

3. Die Kölner Polizei und der Regierungspräsident Roters haben keinen
Grund sich auf der Gedenkveranstaltung der Edelweißpiraten öffentlich zu
produzieren.

So traten an jenem Sonntag nicht nur die geschätzten Bläck Fööss,
Rolli Brings und andere auf, sondern auch RP Roters und die
Hip-Hop -Crew der Kölner Polizei. Ja, ihr habt richtig gehört! Die
Hip-Hop-Crew der Kölner Polizei. Pervers aber wahr. Eine Schande für Ehrenfeld.


Wir wollen Roters und die Polente an die historischen
Zusammenhänge zu erinnern: entlaufene Zwangsarbeiter - Illegale Flüchtlinge - Klaukids
Polizei - SA - SS
Räumung des Grenzcamps 2003 durch die Kölner Polizei im August und
regelmäßige Gewährleistung von Nazi-Demos der Rouhs-Beisicht-Bande
("Pro-Köln")

Zudem verweigert der Regierungspräsident den Edelweißpiraten bis heute
jede offizielle Anerkennung als Widerstandsgruppe. Der Staat sieht sie
im Kern noch genauso wie einst Heinricht Himmler: Als kriminelle,
unpolitische Bande. Was uns zwar einerseits egal sein kann, aber
andererseits dazu führt, dass die Überlebenen und Hinterbliebenen bis
heute keinerlei Renten und sonstige Ansprüche geltend machen konnten.
Roters redet mit gespaltenenr Zunge.

PS:
Köln war eine der wenigen Städte, in denen es unter dem Eindruck der
herannahenden Alliierten nenneswerte Widerstandsaktionen und Gefechte
mit der Nazi-Staatsmacht gegeben hat. Akten der Gestapo sprechen von 20
verschiedenen Gruppierungen. Ihre wohl spektakulärste Tat war die
Erschießung des Ehrenfelder NSDAP-Chefs auf offener Straße.

Im Herbst 1944 gab der "Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei",
Heinrich Himmler, einen Erlaß heraus, in dem es hieß: "In allen Teilen
des Reiches, insbesondere in größeren Städten haben sich seit einigen
Jahren - und in letzter Zeit in verstärktem Maße - Zusammenschlüsse
Jugendlicher (Cliquen) gebildet. Diese zeigen z. T. kriminell-asoziale
oder politisch-oppositionelle Bestrebungen und bedürfen deshalb, vor
allem in Hinblick auf die kriegsbedingte Abwesenheit vieler Väter,
Hitler-Jugend-Führer und Erzieher, einer verstärkten Überwachung."




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